Die Kandidaten – Oder die Wahl der CDU zwischen Pest, Cholera und Ebola

Vom 07. bis 08. Dezember 2018 findet in Hamburg der CDU-Parteitag statt. Nun könnte man sagen, wenn interessiert es?

Aber so ist es doch nicht ganz, schließlich hat Bundeskanzlerin Merkel angekündigt nicht noch einmal für den Parteivorsitz, den sie seit dem 10. April 2000 innehatte, zu kandidieren.

Dies ist in der Hinsicht bemerkenswert, weil Frau Merkel das Amt der Bundeskanzlerin auch immer nur in Verbindung mit dem Parteivorsitz in der CDU sah. Schon allein an dieser Tatsache könnte man das Demokratieverständnis dieser Dame erkennen, „l’état c’est moi“, so drückte es der Sonnenkönig Ludwig XIV aus. Der Staat bin ich. Dieser regierte nicht minder selbstherrlich wie die Frau Bundeskanzlerin.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, Sie gibt den Parteivorsitz in ihrer Geburtsstadt Hamburg auf. Frau Merkel, geborene Kasner, ist zwar in der DDR aufgewaschen, aber am 17. Juli 1954 in Hamburg-Eimsbüttel geboren.

Wer jetzt aber denkt, die Aufgabe des Parteivorsitz, wäre gleichbedeutend mit der Aufgabe der Kanzlerschaft, der wurde bereits enttäuscht und kennt Frau Merkel nicht, pflichtbewusst oder besser machtversessen, hat Sie bereits angekündigt natürlich bis zum Ende der Legislaturperiode, 2021, das Amt der Bundeskanzlerin auszuüben. Dies sei ja schließlich ihre Pflicht.

Jetzt also ist Schluss mit der merkelschen Alleinherrschaft über die einst große Partei des Konrad Adenauers und Helmut Kohl. Den Hort des deutschen Konservatismus.

Was aber bleibt? Wer folgt ihr ins Amt?

Parteipolitisch hinterlässt Frau Merkel eine ehemals konservative CDU, die mittlerweile, gefühlt zumindest, die SPD links überholt. Eine Partei die sich zum reinen Kanzlerin-Wahlverein, bestehend aus klatschenden Hasenfüßen, Duckmäusern, Speichellecker und Steigbügelhaltern der Herrin.

Deutschlandpolitisch und europapolitisch, ein Land und einen Kontinent, den Horden von Orientalen, Nord- und Schwarzafrikanern ausgeliefert, die sich hier einnisten, mit dem Ziel die Sozialkassen zu plündern, zu morden und zu vergewaltigen.

Im Anbetracht des politischen Erbes Konrad Adenauers, die Westanbindung der Bundesrepublik und des Erbes Helmut Kohls, die Deutsche Einheit, fällt die Bilanz der Frau Dr. Merkel also mehr als nur mau aus.

Welche Alternativen gibt es zur alternativlosen Kanzlerin? Nicht viele, nach achtzehnjähriger Alleinherrschaft in der gibt es nicht viele Möglichkeiten. Hat Sie doch alle ernsthafte parteiinterne Konkurrenz eliminiert, im Stil stalinistischer Säuberung, wurde die Partei von dieser „befreit“.

Jetzt kommt die „Wachablösung“, drei Kandidaten treten an, die alternativlose und ewige Parteivorsitzende zu beerben.

Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz heißen die Kandidaten. Die Alternativen zur alternativlosen Rauten-Kanzlerin.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister, einst ein „großer“ Merkel-Kritiker, der ehemalige Jungstar des konservativen Flügels der CDU, was in Anbetracht der Linkslastigkeit der CDU nicht viel heißen mag. Nach der letzten Bundestagswahl ruhig gestellt mit dem oben genannten Ministerposten, fällt nur noch durch unsinnige Äußerungen zu Hartz IV und der Negierung von Armut in Deutschland auf.

Annegret Kramp-Karrenbauer, noch Generalsekretärin der CDU und ehemalige Ministerpräsidentin des Saarlands. Noch farbloser als Frau Merkel, was ja auch schon eine Leistung ist, im Hinblick an deren Farblosigkeit.
Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, ist der Typus des modernen Politikers. Kreissaal -Hörsaal-Plenarsaal-Karriere, man muss ihr allerdings zugutehalten, dass Sie, im Gegensatz zu vielen „Kollegen“ von den GRÜNEN, ihr Studium abgeschlossen hat. Danach folgte eine Partei-Karriere. Sie ist eine treue Gefolgsfrau der Kanzlerin. So wiederholte Sie, am 29. November 2018, dem Tag, an dem der Bundestag den UN-Migrations-Pakt verabschiedete, den berühmt-berüchtigten Merkel-Satz, „Ja, wir schaffen das“. Dies geschah im Rahmen der siebten Regional-Konferenz, diese Konferenzen dienen dazu, dass sich die Kandidaten für den Parteivorsitz der Partei-Basis vorstellen.

Der letzte Kandidat, dieses Drei-Gestirns, ist Friedrich Merz. Ehemals Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag, 2000 bis 2002. Einer, der am eigenen Leib erfahren hat wie mit Konkurrenz innerhalb der Partei unter Merkel umgegangen wird. Allerdings kann sich das Mitleid in Grenzen halten, nach dem Ausscheiden aus der aktiven Politik, folgte eine Karriere als Lobbyist und Aufsichtsratstätigkeiten. So war er Aufsichtsratsmitglied im AXA Konzern, bei der Deutschen Börsen AG und einigen anderen. Aktuell ist er Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Ablegers des weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock. BlackRock hat erhebliche Beteiligungen an allen 30 DAX-Unternehmen auch der mit Abstand größte Einzelaktionär an der Deutschen Börse. Merz zählt sich selber zur gehobenen Mittelschicht Deutschlands, verständlich bei einem Jahresgehalt einer Million Euro (brutto).

Wir sehen, Besserung ist nicht in Sicht und schlimmer geht immer.