Der Patriotismus

Wenn Schland sich schwarz-rot-gelb auf die Wange malt!

Es soll an dieser Stelle nicht um den Term „Patriotismus“ bzw. die Bedeutung des Wortes als solches gehen – die kann jeder gerne im Duden nachschlagen, Wikipedia oder Google befragen. Auch Siri müßte helfen können.

Es geht schlichtweg darum, daß Patriotismus an sich undeutsch ist. Die deutsche Sprache bietet so viele Möglichkeiten seine Liebe zur Heimat auszudrücken. Warum nur ein Fremdwort nehmen, welches nicht einmal das meint, was in Deutschland über Jahrhunderte im Herzen getragen wurde? Wie wäre es stattdessen mit Heimatliebe oder Vaterlandsliebe? Die Liebe zum eigenen Land ist ein großes und tiefes Gefühl. Sie umfaßt auch die Treue zur Heimat und das bedingsungslose Bekenntnis zum Vaterland.

Der Patriotismus dagegen gehört in die angelsächsische Welt. US-Amerikaner stechen da besonders hervor. Dort wird „The Star-Spangled Banner“, die US-Hymne, schon mal als R&B-, Country-, Blues- oder Rap-Version dargeboten. Es wird wild mit kleinen Fähnchen gewunken. Natürlich darf dabei gern noch ein entsprechendes Outfit getragen werden, bestehend aus einer Mütze in den Landesfarben, entsprechendem T-Shirt, Hose, Socken und Schuhe. Idealerweise hat man auch noch die passende Unterwäsche darunter an. Auch das Gesicht wird in den Landesfarben angemalt, schließlich ist man im Land der Indianer. Nun kann die Hymne mitgegrölt werden, je lauter desto „patriotischer“ – und also besser. Die Lautstärke, sagt etwas über den Grad des Patriotismus aus. Anschließend wird „USA, USA, USA“ als Kriegsgebrüll skandiert.

Auch in Deutschland sind wir inzwischen so weit, muß man sagen. Zu den Großereignissen des Fußballs oder anderen Sportereignissen werden Fähnchen an Autos gehangen und passende Überzüge für die Außenspiegel sind fast schon Pflicht, nicht zu vergessen den schwarz-rot-gelben Motorhaubenbezug.
Jetzt geht es, die Girlande in BRD-Farben um den Hals, zum „Public Viewing“. Noch ein kleines Fähnchen in der Hand und das Gesicht bemalt, befindet sich der Fußball-Patriot ganz in seinem Element. Auch beim Singen der Nationalhymne wird entsprechend den US-amerikanischen Gepflogenheiten verfahren: je lauter desto besser!

Das ist der BRD-Patriotismus in Reinkultur, denn weiter geht die „Liebe“ dieser Leute zum Eigenen nicht. Aber mal ehrlich: wie sollte man ein Konstrukt der Besatzungsmächte auch lieben können? Mehr haben diese Menschen mit Deutschland nicht im Sinn. Alles Deutsche und Deutschland sind igitt, besonders die deutsche Geschichte. Man ist schließlich Europäer, Weltbürger, ja sogar Kosmopolit oder gar einfach nur Mensch. Alles nur eine Scharade, eine Show, wie beim „großen Bruder“ auf der anderen Seite des Atlantiks.

Deshalb: nein zum Patriotismus und ein klares Bekenntnis zu Heimatliebe, Vaterland und zum sozialen Nationalismus!

Denn die Liebe und Treue muss Deutschland und dem deutschen Volk gelten und nicht einem Konstrukt namens BRD.